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Der Weg zum Mond
Das regelmäßige Erscheinen des Mondes am Himmel begeisterte schon vor Jahrhunderten die Menschheit und ist Bestandteil des täglichen Lebens.
Eine mit Kratern übersäte Landschaft, Gebirgsketten, Täler und Ebenen prägen die Oberfläche des Mondes. Der Mensch äußerte schon früh den Wunsch, eines Tages zum Mond zu reisen, gar eine Mondbasis zu errichten und neuen Lebensraum zu schaffen. Es wurde begonnen, den Trabanten zu katalogisieren, jedem Detail einen Namen zu geben, z.Bsp. von Astronomen, Mathematikern usw. außer dem Mond selbst. Wir nennen ihn immer noch "Mond".

Im Jahre 1955 kündigte die USA und die UDSSR an, Satellitenstarts in naher Zukunft durchzuführen. Mittels einer Interkontinentalrakete wurde durch die UDSSR 1957 das Raumfahrtzeitalter eingeleitet. Die USA hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein flugtaugliches Trägersystem.
Am 4 Oktober 1957 startete der erste Satellit russischer Bauart zum Erdenumlauf, gefolgt von Sputnik 2 am 3. November. Amerika stand nun unter großem Druck und zündete am 6. Dezember 1957 ihren ersten Satellit. Die Trägerrakete hob einen Meter ab und explodierte.
Es wurden verschiedene Arten von Satelliten beiderseits gestartet mit dem Ziel, z.B. das Wetter auf der Erde zu erkunden oder Nachrichten und Navigationsnetze aufzubauen. Sputnik Alle Satellitenstarts waren natürlich unbemannt, mit Ausnahme Sputnik 2, die Hündin Laika war das erste Lebewesen im All.Die Raumfahrt steckte noch in den Kinderschuhen, und das nächste Ziel, die Erkundung des Mondes durch Satelliten ging in großen Schritten voran. Die ersten Sonden der USA und der UDSSR scheiterten beim Versuch, den Mond zu erreichen.
Die russische LUNA 1 Sonde sollte eigentlich auf den Mond aufschlagen, verfehlte ihn aber um ca. 5.700 km und gelangte als erste Sonde in eine Sonnenumlaufbahn. Die amerikanische PIONIER 4 folgte LUNA 1, schoß aber ca. 60.000 km am Mond vorbei. LUNA 2, am 12. September in der UDSSR gestartet, schlug als erstes, von Menschen gebautes Objekt, im Winkel von 30° und einer Geschwindigkeit von 3 km pro Sekunde am Rande des Regenmeeres auf, und sandte bis zum Aufprall, Daten ihrer Meßgeräte zur Erde. LUNA 3 wurde am 4. Oktober 1959 in eine Umlaufbahn geschickt, die sie auch zur Mondrückseite bringen sollte, um diese mit einer Kamera zu fotografieren. Es war ein voller Erfolg, ca. 30 Bilder wurden aufgenommen und gleichzeitig entwickelt und per Funk zur Erde gesandt. Die Entwicklung der Raumfahrt wurde immer weiter vorangetrieben, unbemannte und bemannte Raumflüge standen nun im Vordergrund.


Das MERCURY Programm der NASA wählte sieben Piloten aus, die in der Einmannkapsel Mercury für einen Flug vorbereitet wurden. Mercury war eine birnenförmige Kapsel, die am unteren Ende ein Hitzeschild hatte. Sie konnte manuell oder automatisch gesteuert werden. Nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre konnte die Kapsel an einem Fallschirm ins Meer schweben.


Das WOSTOK Programm der Russen trainierte 12 Kosmonauten. Die Wostok Kapsel war kugelförmig und komplett mit einem Hitzeschild umgeben. Ein Kosmonaut hatte Platz in der Kapsel und sie konnte nur vom Boden gesteuert werden. Auch die Landung erfolgte nach dem Wiedereintritt mit einem Fallschirm.


Juri Gagarin Am 12. April 1961 startete eine Rakete von der Sputnik-Rampe in der UDSSR zum ersten bemannten Umlaufflug. Die Nachricht ging um die Welt und schockierte die USA. Juri Gagarin blickte aus 327 km Höhe und Schwerelosigkeit auf die Erde. Die Flugzeit betrug 1 h, 48 min. Alan Shepard startete mit Freedom 7 zu einem 15 minütigen Raumflug, was nicht den Erwartungen der NASA entsprach. Erst John Glenn konnte mit Friendship 7 und einer Flugzeit von 4 h, 55 min einen Erfolg verbuchen.


" Ich glaube, diese Nation muß alles unternehmen, um noch in diesem Jahrzehnt einen Mann auf den Mond landen zu lassen und wieder sicher zur Erde zurück zu bringen", das war Kennedy´s Antwort auf das Raumfahrtprogramm der Russen. Er kündigte das Apollo-Programm an, das größte technische Vorhaben in der Geschichte der USA. Es sollte Astronauten noch vor Ende 1969 auf den Mond bringen und mit ca. 25 Millarden Dollar zu Buche schlagen.


Gemini 6Das GEMINI Programm war zu diesem Zeitpunkt für die NASA sehr erfolgreich. Ziel dieses Programms sollten in erster Linie Andockversuche und das Manövrieren mit der Raumkapsel sein. Hinzu kam der erste Weltraumspaziergang von Edward White mit Gemini 4 am 3. Juni 1969. Gemini 6 blieb fast 14 Tage im All und flog mit Gemini 7 am 16. Dezember in Formation von 30 cm nebeneinander her. Neil Armstrong und David Scott simulierten Andockmanöver in der Umlaufbahn mit An- und Ablegen der Mondfähre. Gleichzeitig mit dem Geminiprogramm lief die Monderforschung auf vollen Touren. Ranger Satelliten 3-5 sollten geeignete Landeplätze auf der Mondoberfläche suchen, jedoch gelang es nicht, Landungen durchzuführen. Eine neue Ranger Serie wurde entwickelt, die bis zur Landung hunderte von Bildern vom Mond zur Erde funkte. Surveyor 1 landete im "Ozean der Stürme" am 2. Juni 1966 und wurde Live übertragen. Surveyor 7 setzte in der Nähe des Kraters "Tycho" auf.


MondspioneDas LUNAR ORBITER Programm. Zwischen August 1966 und August 1967 funkte Lunar Orbiter 1-5 tausende Bilder zur Erde, die den kompletten Mond katalogisierten. Aus dieser Datenflut konnten 20 sichere Landeplätze ausgewählt werden. Das erste Bild vom "Erdaufgang am Horizont" des Mondes wurde von einem Lunar Orbiter aufgenommen.




SaturnDie SATURN 5, war das Trägersystem der Apollokapsel. Der ehemalige deutsche V2 Raketeningenieur Dr. Werner von Braun entwickelte die Saturn 5 für die NASA. Mit einer Länge von 111 m (inklusive Apollokapsel), 10m im Durchmesser, einem Gewicht von 2.934.792 kg und einer Schubleistung von 3.402.000 kg war die Saturn nach 5 jähriger Entwicklung ein zuverlässiges Trägersystem. Die erste Stufe bestand aus fünf F1 Triebwerken mit einer Gesamtleistung von 3.402.000 kg, die zweite hatte fünf J2 Triebwerke und 453.600 kg Schub, die dritte Stufe brachte 90.720 kg Schub mit einem J2 Triebwerk. Mobile Abschußplattformen dienten zum Aufbau, gleichzeitig als Transportfahrzeuge zwischen den Abschußrampen. An den Abschußrampen standen 125 m hohe Servicetürme mit Aufzügen und Plattformen. Die UDSSR entwickelte zur gleichen Zeit die N1 mit 121 m Höhe.




Beginn der Apollo-Missionen
Am 11. Oktober 1968 war es soweit,

Apollo 7
wurde im Erdorbit getestet und erfolgreich abgeschlossen. Komandant war Wally Schirra, 1. Pilot Don Eisele und Pilot Walt Cunningham. Die Flugdauer im Erdorbitdauerte 10 Tage, 20 h, 9 min.


Borman, Lovell und AndersApollo 8
startete am 21. Dezember 1968, blieb 6 Tage, 3 h im Erdorbit und wechselte in den Mondorbit für 20 h, 11 min. Komandant war Frank Borman, Modul-Pilot James Lovell und Pilot William Anders schrieben nun mit ihrer Mondumkreisung Geschichte.


Spaziergang im AllApollo 9
hatte das gleiche Ziel, den freien Flug 6 h, 20 min der Mondfähre zu testen. Komandant war James McDivitt, Modul-Pilot David Scott und Pilot der Mondlandefähre war Russel Schweickart. Aufenthalt im Mondorbit 10 Tage und 1 h.



Apollo 10
hatte das gleiche Ziel wie Apollo 9. Freier Flug und Andocken. Komandant Thomas Stafford, Modul- Pilot John Young und Pilot der Mondlandefähre Eugene Ceran blieben 2 Tage, 13 h im Mondorbit.


Erdaufgang Apollo 11
Am 3.Juli 1969 war der Wettlauf um die Mondlandung entgültig vorbei. Amerikanische Spionagesatelliten fotografierten die Zerstörung vom Weltraumzentrum in Baikonur, die die zweite N1 Rakete kurz nach dem Start anrichtete. Neil Armstrong - Apollo 11Am 16. Juli um 9 h 32 sahen Millionen Menschen weltweit den Start von Apollo 11. Im Erdorbit flog nun aus der ausgebrannten S4 Stufe die Komandoeinheit raus, drehte sich um und dockte an. Am 20. Juli hatte man schon 8 Mal den Mond umkreist und nun wurde die Mondlandefähre (Adler) abgekoppelt. Der Adler zündete seine Triebwerke und stieg aus der Umlaufbahn ab. Das Komandomodul wurde in einer anderen Umlaufbahn geparkt. Neil Armstrong mußte nach dem der Computer teilweise ausfiel, den Adler von Hand korrigieren und landen. Nach aufsetzen meldete Armstrong "Houston, hier Basis im 'Meer der Stille', der Adler ist gelandet". Weltweit konnte der Ausstieg von Armstrong und Aldrinin Fernsehn verfolgt werden, ca. 2 h lang.Nun mußte ein voller Terminplan abgearbeitet werden. Der Start der Mondlandefähre und das Andocken an das Komando-Modul verlief problemlos. Apollo 11 kehrte wieder zur Erde zurück, 22 Kg Mondgestein im Gepäck. Komandant Neil Armstrong, Modul-Pilot Michael Collins, Buzz Aldrin hatten Geschichte geschrieben.

Apollo 12
Komandant Charles Conrad, Modul-Pilot Richard Gordon, Mondlandepilot Alan Bean starteten am 12. November 1969. Aufenthalt im Mondorbit 3 Tage, 14 h. Freie Flugzeit der Mondlandefähre 1 Tag, 13 h. Dauer auf der Mondoberfläche 1 Tag und 7 h, Mondspaziergänge ca. 7 h und 45 min und 34 Kg eingesammeltes Mondgestein. Mission 12 war sehr erfolgreich.

Apollo 13Mondauto
sollte auf der Hochebene "Fra-Mauro" landen. Doch nach 55 h und 50 min explodierte einer der Sauerstofftanks und beschädigte die Komandokapsel.(Energie und Sauerstoffsysteme). Fünf Tage nach dem Start landete sie wieder. An der Rettungsaktionarbeiteten hunderte von Ingenieuren. Komandant war James Lovell, Modul-Pilot Jack Swigert und Mondlandepilot Fred Haise. Missionsdauer 5 Tage und 23 h. Start: 11 April 1970.

Apollo14
landete auf der Hochebene "Fra-Mauro". Komandant dieser Mission war Alan Shepard, Modul-Pilot Stuart Rossa und Pilot der Landefähre Edgar Mitchell. Gestartet wurde am 31. Januar 1971, Gesamtdauer 9 Tage, 2 min. Im Mondorbit befand sich Apollo 14, 2 Tage, 18 h, die freie Flugzeit der Mondfähre betrug 1 Tag, 15 h, auf der Oberfläche 1 Tag, 9 h und zwei Mondspaziergänge mit einer Dauer von 9 h, 22 min. Auch hier wurde 44,5 kg Mondgestein gesammelt.

Apollo 15Mondauto
Nahe der "Hadley Rille" landete Apollo 15. Starttermin war der 26. Juli 1971 Diese Mission wurde erstmals in Farbe Live übertragen und das Mondauto kam zum erstenmal zum Einsatz. Komandant war David Scott, Modul-Pilot Al Worden und die Landefähre wurde von James Irwin geflogen. Missionsdauer 12 Tage, 7 h, im Mondorbit 6 Tage, 1 h, der freie Flug betrug 3 Tage 56 min, und auf der Oberfläche zwei Tage und 18 h. 100 kg Mondgestein wurden eingpackt.

Apollo 16
Komandant war John Young, Modul-Pilot Ken Mattingly, Pilot der Landefähre Charles Duke. Gestartet wurde am 16. April 1972 und befand sich 11 Tage, 1 h im Weltall, im Mondorbit 5 Tage, der freie Flug 3 Tage, 9 h. Das Landemodul blieb 2 Tage, 23 h auf dem Mond, davon ca. 20 h für Mondspaziergänge.100 kg Mondgestein wurde mitgenommen.

Apollo 17
Mit Apollo 17 ging das Apolloprogramm zu Ende. Komandant war Eugene Cernan, Modul-Pilot Ron Evans, Landefähre-Pilot Jack Schmidt. Starttermin war der 7. Dezember 1972, Misionsdauer 12 Tage und 13 h. Im Mondorbit war man 6 Tage, 3 h unterwegs, der freie Flug dauerte 3 Tage, 8 h. Spaziergänge mit einer Gesamtlänge von 22 h wurden unternommen, und ca. 110 kg Mondgestein eingepackt.

Space Shuttle

Ab Anfang der 70er lief das Space Shuttle Programm der USA auf vollen Touren. Am 12.04.81 startetet erstmals die Columbia, das erste wieder verwendbare Space Shuttle.


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